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Als er 1979 beim CHIO in Aachen startete, kannte niemand den beeindruckenden Glanzrappen, der eines der schwersten Springen der Welt gewann: den Grand Prix von Nordrhein Westfalen. Der Name des schönen Hengstes lautete Topki, und er war ein russischer Trakehner mit den besten Sportgenen in sich.. Zu diesem Zeitpunkt war er sieben Jahre, gerade alt genug, um überhaupt in S-Springen starten zu dürfen. Es ist fast unglaublich, dass ein junges Pferd ohne Erfahrung, spezielles Training für die internationalen Tuniere und einem internationalen unerfahrenen Reiter solch ein Springen gewinnt. Doch all diese Fakten sprechen für den schwarzen Athleten.
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Das Pedigree dieses großrahmigen Hengstes vereint die Trakehner Leistungslinie des Pilger, des Pythagoras, Tempelhüter und Hyperion sowie das klassische arabische Blut des Hengstes Priboy ox.Schwarz wie die Nacht, berstend vor Energie, selbstsicher uns mit nobler Ausstrahlung, wurde Topki am 24.April 1972 in den Ställen des berühmten russischen Staatsgestüt Kirow geboren.Seine Mutter, die Fuchsstute Tropa, die das noble Blut ihres arabischen Vaters Pommeranets ox in sich führte, brachte insgesamt elf Fohlen.Darunter war der Hengst Trostnik von Trotil, geboren 1980, oder die wunderschöne Fuchsstute Toska von Almanach I, die Mutter zweier Dressurpferde ist. Zum einen, die 1985 geborene Blesk-Tochter Balta und ihr Vollbruder, der Fuchswallach Tabor, der 1990 geboren wurde. Balta wurde an einen deutschen Amateurreiter verkauft, während Tabor unter dem Namen "Russian Dance" unter der Russin Svetlana Knyazeva , die in Deutschland trainierte, in zahlreiche internationale Tuniere startete. Im lezten Jahr wechselte Tabor nach österreich in den Stall der russischen Kaderreiterin Elena Sidneva. Mit dem Umzug wechselte wiederum sein Name: Aus Tabor bzw. Russian Dance wurde Romanov.
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Tropas Mutter Tachta war eine Tochter des Dunkelfuchses Termit, die 1933 im Hauptgestüt Trakehnen geboren wurde. Termit verkörpert den Traum der meisten Pferdezüchter der Welt: Schönheit, ein gutes Format und in höchstem Maße ausbalancierte Bewegungsmechanik sind in wünschenswerter Perfektion kombiniert. Ihr mütterlicher Großvater war der stämmige, kurzbeinige, sehr breit und dunkle Fuchshengst Kupferhammer, der neben seinem Bruder Hirtensang einer der wichtigsten Träger des Parsival-Blutes in stpreussen war. Tachta begündete ihre eigenen Zweig der Stutenfamilie der Fatme ox. Sie war auch die Mutter der Stute Data von Diabaz xx, deren Sohn Wodopad von Wielki Wezyr ein sehr bedeutender Vererber für die ukrainische Warmblutzucht wurde.
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Der Vollblutaraberhengst Pomeranets ox wurde 1952 im Gestüt Terks in Russland geboren. Er brachte nicht nur wichtige Gene nach Kirow und für die gesamte russische Trakehner Zucht, sondern er vererbte auch einen noblen Kopf, einen vorteilhaften langen Hals und einen unverwechselbaren Typ ebenso wie die Leistungsbereitschaft und Gesundheit seinen Nachkommen. Seine Abstammung war ebenfalls sehr interessant. Auf der Mutterseite war die braune Stute Mammona ox – die beste und fruchtbarste Zuchtstute aus dem polnischen Staatsgestüt Janow Podlaski.Der Vater von Pommeranets ox war der beste Sohn des polnischen Zuchthengstes Piolun ox, dessen Mutter Dziewanna ox die Halbschwester väterlicherseits zum unvergessenen Schimmel Fetyz ox war.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der dunkelbraune Hengst Ossian in die damalige UdSSR. Doch anstatt in der Zucht eingesetzt zu werden, wurde er bis 1954 in zahlreiche Vielseitigkeitsprüfungen und Springen sehr erfolgreich vorgestellt. Ossian erbte gute Grundgangarten, ein energisches Springen und ein lebhaftes Temperament von seinem Vater Pilger, dem braunen Hengst mit dem tiefen, runden Rumpf, dem guten Hals und dem typvollen, kleinen und ausdrucksstarken Kopf. Während er seine Rente in Kirow genoß, zeugte er zwar nur zwölf Fohlen. Doch unter ihnen waren vier talentierte Hengste: der braune Osadok aus der Akustika v. Adrassy, der braune Opit aus der Polyn, der dunkelbraune Oplot aus der Oppositsija und Ostrjak. Er war der König unter den jungen Hengsten, er war ein sehr gut aussehender Hengst, der nicht allzu groß war, dafür sehr chic. Er war der einzige bedeutende Sohn der dunkelbraunen Stute Sportfreude, die 1938 im Hauptgestüt Trakehnen geboren wurde. Ostrijak entstammt der Anpaarung des sehr charakteristischen und eindrucksvollen Hengst Pythagoras und der Tochter des schwarzen Ararad, der sein ganzes Leben lang als Hauptbeschäler in Trakehnen verbrachte, wo er sehr viele Hengste und zuchtstuten und einige Jagd- und Schaupferde hervorgebracht hatte. Im Alter von neun Jahren kehrte Ostrjak ins Gestüt Kirow zurück, wo er seine wertvollen Gene an mehr als 172 Nachkommen weitergab. Brillante Springveranlagung und ein ausgeprägter Leistungswille sind die Eigenschaften, die die Söhne des Ostrjak auszeichnen. Zehn Söhne wurden zu einflussreichen Beschälern in verschiedenen Gestüten in den Gebieten der ehemaligen UdSSR. Wie zum Beispiel der Sieger von schweren Springprüfungen, der dunkelbraune Motor (geb.1966 a.d. Mebola v. Mius xx) oder der dunkelbraune Ekvator( geb. 1976 a.d. Ekspansija von Pastoral). Dazu gehört ebenfalls der dunkelbraune Eol (geb. 1971 a.d. Etelka v. Ekspromt), der ab 1980 zwei Jahre in Deutschland wirkte. Auch Egoist wurde in der deutschen Trakehner Zucht zwischen 1986 und 1989 genutzt. Und nartürlich Topki ....
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Mit einer Widerristhöhe von 168 cm und einem Röhrbeinumfang von 22 cm war Topki immer ein Blickfang, in dem das Blut, der Fleiß und die Energie des Ostrjak zu finden war. Von 1978 bis 1980 erreichte er beachtliche Erfolge in 31 internationalen Springen in Russland, Deutschland und Frankreich. „Topki war ein echter Sportler. Er vermochte es, dass das Puplikum verstummte,in donnernden Applaus ausbrach oder ganz einfach staunte. Er verfügte über ein hohes Maß an Rittigkeit, war immer aufmerksam und bei der Sache“, erzählte sein Reiter Viktor Poganovskiy aus Russland.
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Bei den Olympischen Spielen in Moskau 1980 verdiente sich Viktor und sein Gefährte Topki für Russland die Goldmedaille und wurden Fünfte der Einzelwertung. Seitdem wurde Topki in der Zucht eingesetzt. Aus seinem erten Jahrgang, der 1978 geboren wurde, entfielen drei Zuchthengste: Veterok, Wistrel und Portas. Dazu kamen noch die beiden Springchampions Vektor aus der Vampira v. Pamir und Ritual aus der Ritorika v. Achmad. Der dunkelbraune Hengst Wistrel aus der Vstrescha v. Wielky Wezyr ging sehr erfolgreich in der Dressur bis Intermediaire I, bevor er als Deckhengst nach Litauen wechselte. Dort hinterließ er einige sich außergewöhnlich gut bewegende Nachkommen, bevor er in ein Gestüt in Kaliningrad geschickt wurde. Der Rappe Veterok a.d. Versija v. Singapur xx sammelte einige Schleifen aus Dressurtunieren in Russsland und spielte zudem eine wichtige Rolle als Deckhengst. Sein Sohn Hiramas (geb. 1987 a.d. Higiena von Hromogen war in Grand-Prix-Dressurprüfungen unter Tatyana Dorofeeva und später Irina Lis platziert. Zur Zeit wird der Rappe in der Zucht des Gestütes Dovator in Weißrußland eingesetzt, während zwei weitere Söhne des Veterok, Fevral ( geb. 1994 a.d. Ferpina v. Fokus) und Fetischas (geb. 1993 a.d. Frezija von Homeras) im Gestüt Kavkaz, Russland, beziehungsweise im Gestüt Nemunas decken. Aus der Anpaarung des Hengstes mit der Fuchsstute Hasa v. Zakaznik xx fiel 1999 der Hengst Chalifas, der im vergangenen Jahr in Leverkusen gekört wurde. Dieser noch relativ junge Hengst ist bewegungsstark, kann exzellent springen, ist sehr athletisch und zudem noch ein sehr schöner Hengst, der vom Vollblut geprägt ist. Schließlich ist der Hengst Portas, ex Pritok, a.d. Piligrim-Tochter Piramida zu erwähnen. Er war einer der erfolgreichsten Springer im litauischen Team in den Jahren 1986 bis 1988. Während eines Springtuniers, das im Gestüt Nemunas in Litauen veranstltet wurde , deckte Portas die braune Stute Volga v. Etued. Im nächsten Jahr kam ein hübsches Hengstfohlen zur Welt, genannt Veimaras. In seinen späteren Zuchtjahren auf dem gestüt Nemunas brachte Veimaras den herrlichen braunen Hengst Etjudas hervor. Etjudas verfügte über einen wunderbaren Typ und ein nobles Gesicht. Ein weiterer Nachkomme von ihm ist der Springspezialist Horalas (geb. 1992 a.d. Hipogeja v. Gret, der ebenso erfolgreich unter dem Sattel des Amerikaners Hap Hansen in der Tuniersaison 2003 war. 1991 wurde in Kaliningrad der schwarze Hengst Prichod v. Portas a.d. Hefa von Holl gerboren. Trotz seiner geringen Widerristhöhe von 158 cm ist er sehr mutig, kraft- und stilvoll beim Ьberwinden der Hindernisse.
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In diesem zusammenhang möchte ich noch weitere Nachkommen Topkis erwähnen, die einen durchschlagenden Erfolg verbuchten:
- Vektor, Fuchs, geb. 1982, a.d. Verojatnost v. Singapur xx; 1986 Springchampion der Ukraine, 1987 Springchampion der UdSSR und international erfolgreich.
- Poltinnik, dbr., geb. 1983 a.d. Peschal v. Almanach I; 1988 Dressurchampion in Russland, 1998 Meister in der UdSSR.
- Plot, dbr., geb. 1983 a.d. Prisjaga von Singapur xx; 1989 Dressurchampion von Krasnodar, Russland.
- Hutor, braun, geb. 1983 a.d. Hischina v. Hockey; Sieger bei Springmeisterschaften in Lettland.
- Otradnaja, Fuchs, geb. 1983 a.d. Obloschka v. Hockey; Gewinner zahlreicher Springtuniere unter Olga Novosadova.
- Omlet, dbr., geb. 1984 a.d. Olimpija v. Podvig; Springchampion der Ukraine.
- Ritm, Rappe, geb. 1984 a.d. Rukopis v. Registr xx: Dressurchampion der Ukraine, Champion in Russland.
- Veter, Df., geb.1985 a.d. Vstavka v. Topol ox; Springchampion in Moskau, Sieger internationaler Tuniere.
- Hrust, Rappe, geb. 1985 a.d. Hativa v. Wychodez; Dressurchampion in Modawien, 1990 Champion der UdSSr.
- Etil, Rappe, geb. 1985 a.d. Evoluetsija v. Vimpel: Springchampion der Ukraine, internationale Erfolge.
- Hiton, Fuchs, geb. 1982 a.d. Horovodnaja v. Wichodez; 1989 Springchampion der Ukraine.
- Otsev, Rappe, geb. 1983 a.d. Otawa v. Welt; 1990 Springchampion der Ukraine.
- Optik, Rappe, geb. 1985 a.d. Okova v. Pepel; 1990 Dressurchampion von Byelorussia.
- Etap, Rappe, geb. 1984 a.d. Evoluezija v. Vimpel; 1991 Springchampion in Russland.
- Rotor, braun, geb. 1985 a.d. Rukopis v. Registr xx; 1992 Dressurmeister der Ukraine.
- Ostrog, Rappe, geb. 1985 a.d. Optika v. Pepel; 1992 Springchampion in Russland.
- Saton, braun, geb. 1985 a.d. Sastava v. Wychodez; 1992 Springchampion in Rostov, Russland.
- Otrok, braun, geb. 1985 a.d. Osnova v. Wychodez; 1992 Springchampion in Moskau.
- Pest, braun, geb. 1985 a.d. Povitel v. Wychodez; 1992 Springchampion in Russland.
- Sektor, braun, geb. 1986 a.d. Svaja v. Welt; Sieger bei Springtunieren sowohl in Russland als auch in Deutschland unter Ralf Schneider.
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Der schwarze Hengst Ostap a.d. Otlischniza v. Almanach, der 1994 in Kirow geboren wurde, war das letzte Hengstfohlen von Topki. Wessen Sohn er war, konnte man, auch ohne einen Blick in die Papiere geworfen zu haben, feststellen. Obwohl Ostap einen herrlichen Typ und über die außerordentlichen Springeigenschaften des Vaters verfügte, wurde er verkauft, bevor er die russische Trakehner Zucht beeinflussen konnte. In Deutschland gibt es nur einen gekörten Topki-Sohn. Es ist Schenkendorf a.d. Schlodien II v. Königspark xx, gezüchtet von Hans-Ernst Wezel, Burgkirchen, Schenkendorf war der Junghengst mit der besten springveranlagung seines Jahrgangs. Der Braune zeigte beim Freispringen seine überragende Bascule und ganze Intelligenz beim Freispringen.
1994 wurde Topki gemeinsam mit den beiden anderen Kirower Stars Blesk und Hockey an Palle Thisted, der im dänischen Aahus Trakehner züchtet, verkauft.
Der wundervolle schwarze Hengst endete sein ruhmreiches Leben im Alter von 24 Jahren. Er ist in Dänemark begraben(?).Insgesamt hat Topki 100 Nachkommen hinterlassen. Pferde, die für ihren Charakter, ihre Ausdauer, ihr Allroundtalent und ihre Rittigkeit bekannt sind. Durch ihre zahlreichen Erfolge verhalfen Topkis Nachkommen ihre Reiter zu Spitzenpositionen in der Spring- und Dressurelite. Die Nachkommen wurden in alle Herren Länder verkauft und erfüllten die Erwartungen ihrer Züchter, gewannen zahlreiche Championate und erfüllten die Hoffnungen, die in sie gesetzt wurden. Sie sind eine Ehre für ihren Vater.
Ich möchte ein herzliches Dankeschön an Elena Werdenberg aussprechen, die mich ermutigte, diesen Artikel zu schreiben, mich in der Recherche unterstützte und all diese wunderschönen Fotos besorgte
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